Leitlinien 

„Türen öffnen…“

… bedeutet, jeden Menschen so in die Schulgemeinschaft aufzunehmen, wie er ankommt. Am ersten Schultag an unserer Schule und jeden weiteren Tag aufs Neue. Das heißt, jeden mit all seinen Qualitäten, aber auch Sorgen und Nöten anzunehmen. Gleichzeitig bezwecken wir, nicht nur Vorbild zu sein, sondern unsere Schüler/innen selbst auch zu Respekt, Toleranz und der Wertschätzung zu erziehen.

… heißt in Zeiten von Flüchtlingskrisen auch: Menschen aus anderen Kulturen vorurteilsfrei begegnen, Hilfen anbieten, Integration leben. Gelebte Völkerverständigung im kleinen Rahmen.

… nehmen wir auch wörtlich. Unterricht mit offenen Türen ermöglicht Kollegen jederzeit die kollegiale Hospitation. Gerade Praktikanten und neue Kollegen werden offen empfangen, junge und alteingesessene Lehrer/innen tauschen sich in einem positiven Klima produktiv aus.

 

„Ein sicheres Fundament errichten…“

…, bevor man weiterbaut. Unsere Einstellung ist: wenn Grundlagen fehlen, kann man darauf keine sicheren Fähigkeiten und Fertigkeiten aufbauen. Daher sorgen wir durch Grundlagentraining, das „Förderband“, klasseninterne oder klassenübergreifende Förderkonzepte sowie individuelle Förderpläne dafür, dass jeder Schüler dort Lücken füllen kann, wo er sie hat.

… geht umso besser, wenn für jeden Schüler bei jedem Lehrer die gleichen Regeln gelten, die ungestörtes Unterrichten und Lernen ermöglichen. Hierfür haben wir gemeinsame Konzepte entwickelt, die einen reibungslosen Ablauf des Unterrichts gewährleisten sollen – die Grundlage für schulischen Erfolg.

…, um dann darauf aufzubauen. Neben der Förderung wird die Forderung allzu oft vergessen. Unser Ziel ist es, bei unseren Schülern Stärken zu erkennen und diese individuell auszubauen – nicht nur in Hinblick auf die Berufswahl.

 

„Stark machen für die Zukunft…“

…, indem wir sie auf dem Weg zu einer Ausbildung oder einer weiterführenden Schule unterstützen. Stark fühlen sich die Schüler/innen dann, wenn sie ihren persönlichen Weg gefunden haben und damit auch noch zufrieden und erfolgreich sind. Dieses Ziel verfolgen wir durch zahlreiche gut durchdachte und erfolgreich erprobte Konzepte zur Berufsorientierung sowie einer ständigen Anpassung an die sich verändernden Bedingungen.

… bedeutet, über den Schulabschluss hinaus zu denken. Der Abschluss ist nur eine Station im Leben, nach der es weitergeht. Daher ist es uns wichtig, schon während der Schulzeit Kontakte zu (regionalen) Betrieben zu knüpfen und schon frühzeitig realistisch in die Zukunft zu blicken. Das gelingt durch Kontakte zu ehemaligen Schülern (azubis back to school) und zahlreiche weitere Kontakte – nicht nur während der Praktika.

… ist mehr, als zum beruflichen Erfolg zu verhelfen. Durch unsere Regeln des Zusammenlebens in der Schulgemeinschaft und die Vermittlung ethischer Werte legen wir den Schülern/innen ein wertschätzendes und friedliches Miteinander nahe. Unser Anspruch ist es, Jugendliche als verantwortungsvolle, hilfsbereite, aufgeschlossene und lebensfähige junge Erwachsene aus der Schule zu entlassen.

„Geschütztes Lernen ermöglichen…“

…, indem wir an unserer Schule keine Form von Ausgrenzung und Gewalt gegenüber Schülerinnen und Schülern dulden – auch sexuelle Gewalt. Um dieses Ziel zu gewährleisten, orientieren wir uns im Schulalltag an einem Schutzkonzept zur Prävention und Intervention bei sexueller Gewalt. 

… bedeutet, dass wir Lehrkräfte aufmerksam sind, indem wir eventuelle Verhaltensveränderungen wahrnehmen, das Verhalten unter den Schülerinnen und Schülern beobachten und dementsprechend Handeln. 

…, indem wir unterstützen, ein offenes Klassenklima durch Maßnahmen wie den Klassenrat, positive Fehlerkultur und Reflexionsrunden. Durch außerschulische Maßnahmen arbeiten wir präventiv. 

…, indem wir außerschulischen Partnerinnen und Partner wie z.B. die Polizei einbinden, um Gewalt präventiv entgegenzuwirken. Wir geben den Schülerinnen und Schülern passende Werkzeuge an die Hand (anonyme Beratungsstellen), um im Notfall außerschulisch handlungsfähig zu sein. 

… wir durch einen gemeinsamen Verhaltenskodex, der den respektvollen Umgang miteinander beschreibt und die individuelle persönliche Distanz aller achtet. Dieser stellt zudem sicher, dass Schülerinnen und Schüler keine sexualisierte, verbale oder körperliche Gewalt durch Erwachsene oder Mitschüler erfahren und der Kinder- und Jugendschutz gewährleistet wird. 

…, indem wir Formen von Gewalt aus sozialen Medien wahrnehmen, ggf. interne und externe Kooperationspartner einschalten und Hilfe anbieten. 

…, indem wir durch aufmerksames Handeln den anvertrauten Schülerinnen und Schülern Sicherheit bieten, uns ansprechbereit zeigen und Raum für Kommunikation geben.